Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie

Das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP) ist europaweit die größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung zu Niedertemperatur-Plasmen und zählt auf diesem Gebiet zur Weltspitze. Neben der anwendungsorientierten Grundlagenforschung entwickelt das Institut plasmagestützte Verfahren und Produkte in direkter Kooperation mit der Industrie und betreibt Innovationstransfer durch fünf eigene Ausgründungen – getreu dem Motto: „Von der Idee zum Prototypen“. Das INP ist als gemeinnütziger Verein organisiert und gehört seit seiner Gründung der Leibniz-Gemeinschaft (www.leibniz-gemeinschaft.de) an.

Derzeit stehen in zwei Forschungsbereichen Plasmen für Materialien und Energie sowie Umwelt und Gesundheit im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Arbeit des INP.

Der Forschungsbereich „Umwelt und Gesundheit“ ist auf Zukunftsmärkte im Life-Science-Bereich ausgerichtet. Die Forschungsschwerpunkte sind: Bioaktive Oberflächen, Plasmamedizin und Dekontamination. Dabei ist die enge Zusammenarbeit von Physikern, Biologen, Chemikern, Pharmazeuten, Medizinern und Ingenieuren mit hochspezialisierten Technikern und Labor-Fachkräften weltweit einmalig. 

Der Forschungsschwerpunkt „Plasmamedizin“ bearbeitet ein innovatives Forschungsfeld an der Schnittstelle zwischen Physik und Lebenswissenschaften, das seit einigen Jahren einen immensen internationalen Aufschwung erfährt. So genannte kalte Atmosphärendruckplasmen werden mit Hilfe spezieller Plasmageräte erzeugt, um direkt am oder im Patienten medizinische Effekte zu erzielen. Gegenwärtiges Haupteinsatzgebiet ist die Behandlung von chronischen, infizierten Wunden und erregerbedingten Hauterkrankungen.

Mit Hilfe von Plasmen können viele Arten von Mikroorganismen einschließlich multiresistente Bakterien, wie z.B. MRSA, inaktiviert werden. Darüber hinaus belegen klinische Studien, dass Plasma die natürliche Wundheilung durch Stimulation der Gewebeneubildung unterstützt und damit den Heilungsprozess schlecht heilender chronischer Wunden. Neueste Forschungsergebnisse deuten zudem bei längeren bzw. intensiveren Plasmabehandlungen auf einen möglichen Nutzen bei der Inaktivierung von Tumorzellen hin. Dies lässt auf neue Perspektiven in der Krebsbehandlung hoffen. 

Weltmann

„Das INP ist seit ca. 20 Jahren auf dem interdisziplinären Gebiet zwischen Physik und Medizin aktiv und mit mehreren Ausgründungen erfolgreich. Wir hoffen und freuen uns auf eine Zusammenarbeit mit dem neuen Helmholtz-Institut für One Health in den Bereichen Lebens- und Umweltwissenschaften.“

Prof. Klaus-Dieter Weltmann
Vorstandsvorsitzender und wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Institutes für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP)

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Prof. Klaus-Dieter Weltmann

Telefon: +49 3834 554-310
E-Mail: weltmann@inp-greifswald.de
Web: www.inp-greifswald.de

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